AIRPORT (1968)

Ich habs durch. (Erst das hier lesen!)

Später wird das Buch sogar eigentlich noch recht spannend. Arthur Hailey hat eine Vorliebe für technisch-detaillierte Beschreibungen, das wirkt einerseits sehr authentisch, andererseits aber auch etwas ermüdend. Und teilweise irgendwie besserwisserisch. Wen das nicht so stört, dass er das Buch vorzeitig weglegt (mit fast 700 Seiten ist es nicht sehr schlank und wirklich spannend wird es erst ab etwa Seite 500) und wen auch die recht plumpen, zwischenmenschlichen Beziehungen (nicht unbedingt stereotyp, aber doch schon irgendwie sehr konstruiert) nicht abschrecken, der kann sich das Buch durchaus mal gönnen.

Ich verfolge bis heute das Verschwinden und die on-off-Suche nach MH370. Mir ist völlig unverständlich, wie ein Flugzeug auf diesem überwachten Planeten einfach verschwinden kann. Wie die Angehörigen auch, habe ich lange gehofft, die säßen irgendwo auf einer einsamen Insel und warten. Aber dass es ganze Inseln gibt, die noch keiner gefunden hat, das glaube ich irgendwie noch weniger. Zwischenzeitlich kamen dann noch der grauenvolle Absturz der Germanwings-Maschine und der Abschuss von MH17.

Es sind schreckliche Geschichten, die das Leben über Entführungen (9/11) und Abstürze von Flugzeugen schreibt. Da ist es eigentlich mal ganz erholsam, sich mit einer fiktiven Geschichte zu befassen (dessen Ende ich natürlich nicht verrate), die allerdings hoffentlich so (ich sag nur: Blinde Passagiere und unkontrolliertes Handgepäck) heute nicht mehr passieren können.