PAYBACK – das Experiment. Teil 2

Teil 2: Es geht los!

Am 8.11. fragt mich die Verkäuferin im Drogeriemarkt wie automatisiert nach meiner Paybackkarte. Ich zucke zusammen. „Ja“, sage ich überrascht, „ja, die habe ich!“ Ich reiche sie ihr und die Verkäuferin strahlt mich an, ich lächel zurück, wir freuen uns beide. Die ersten 3 Punkte. Gleiches erlebe ich später am Tag in einem Supermarkt. „Ja“, hauche ich wieder verzückt und ernte ein hingebungsvolles Lächeln.

Danach ist es Routine. Doch zuvor musste ich mich noch mit der Internetseite und vor allem mit der App befassen.

Erkenntnis 1: Es ist komplizierter, als ich gedacht habe.

Nur die Karte hinhalten, bringt zwar Punkte, aber nicht viele. Denn damit werden nur die Basispunkte des Einkaufs verrechnet, das ist meistens 1 Punkt (= 1 Cent) pro 2 Euro Einkaufswert. In Onlineshops ist das manchmal anders, aber dann muss der Onlineshop über die Paybackseite oder am Handy über die App angewählt werden, damit die Punkte nachher verrechnet werden. Die Internetseite bzw. die App wird auch dann wichtig, wenn man mehr erreichen will als die Basispunkte. Ständig gibt es neue eCoupons. Einige davon sind auch als Papiercoupons in der Werbung abgedruckt, online gibt es aber viel mehr – auch für Onlineshops. Aber die Coupon gelten alle nur, wenn sie einzeln aktiviert werden. Also: scrollen, scrollen, scrollen. Und manchmal gelten Mehrfachpunkte auch nur in einer KW in einem Markt auf bestimmte Produkte einer Marke oder einer Kategorie – das auch manchmal ganz ohne Coupon. Alles klar?

Um die Coupons nutzen zu können, müssen sie aktiviert werden. Mehr nicht. Dann sind sie aktiv und werden beim nächsten passenden Nutzen der Karte aktiviert. 5fache Punkte, 7fache Punkte, auch mal 10fache, dann sowas wie 100 Punkte für den ersten Einkauf bei XY, 50 Punkte für die erste Nutzung der mobilen Karte (per Handy, witzigerweise gab es den Coupon schon mehrmals) und so weiter. Also wer viele Punkte haben möchte, muss sich da schon mal reindenken und gelegentlich eine Minute die Coupons in der App durchscrollen.

Dann gibt es noch Payback-Pay, womit man über die Payback-App auch bezahlen kann (nein, danke) und die Browser-Erweiterung PIA, natürlich auch ein blauer Punkt, der zu jeder Internetseite anzeigen soll, obs da Punkte gibt oder nicht (ebenfalls nein, danke).

Dann gibt es auch noch Payback-Terminals in einigen Geschäften. Dort kann man sich neu anmelden oder seine Karte scannen und die Coupons aktivieren, die den jeweilen Laden betreffen. Oder sich Punkte in Gutscheine umwandeln und damit bezahlen. Oder sich Vorschläge für Angebote anzeigen und ausdrucken lassen. Wenige Tage nach meiner Kartenaktivierung ist einer der Vorschläge für mich als stillende Mutter unter anderem Wodka. Wenn das so weitergeht – na denn Prost.

(Stand: November 2018)

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