Mein kleiner Sportwagen

Kleine Spielzeugautos haben wir in Massen. Ich kann sie nicht zählen, ich kann sie nicht mal schätzen. Nur so als grobe Angabe: Sie füllen eine der orangenen Kisten für das IKEA-Trofast-System. Und die sind groß (besonders im Verhältnis zu den kleinen Autos).

Wir haben die verschiedensten Modelle und Firmen. Einen ganzen Schwung erhielten wir vor Jahren von einer alten Nachbarin, daher die liebevoll angestoßenen Fahrzeuge der Siebziger. Dann kam die SIKU-Traktoren-Phase meines Großen (wir haben alle) und dann wurde gesammelt, gesammelt und gesammelt und das längst auch vom Kleinen. Also ist die Kiste voll.

Ich spiele mit, aber ob es nun ein Porsche ist oder nicht interessiert mich nicht sehr. Wenn ich gefragt werde, was es für ein Auto ist, habe ich das große Glück, dass ich schon lesen kann, denn zumeist steht es ja drunter. Denn dass ich keine große Hingabe für Autos habe, ist ja mittlerweile bekannt.

Auf dem Autoteppich sind sie für mich somit alle gleich und doch entdeckte ich letztens plötzlich einen, der mir tatsächlich gefiel. Ein weiß-perlmuttfarbener Nissan 370. Er gefiel mir so gut, dass ich ihn mir tatsächlich schon mal auf der Homepage des Herstellers angesehen habe. Er ist echt hübsch. Also falls ich mal so ein Auto wollen haben würde… der wär ganz cool.

Ein paar Tage später spielen wir wieder Autos. Ich freue mich, den Nissan wiederzufinden, und lasse ihn motiviert über den Autoteppich düsen. Als ich pausiere, wird mein Fahrzeug dezent von meinem Zweieinhalbjährigen übernommen. Er nimmt es und betrachtet es eine Weile konzentriert. „Ein ganz lahmes Oma-Auto“, kommentiert er schließlich sachlich und spielt unbeeindruckt damit weiter.