Roggenmischbrotbücher: Mal was anderes lesen als Weißbrot

Zur Zeit gibt es Menschen, die haben viel mehr Zeit zum Lesen als sonst. Es gibt aber auch welche, vor allem die mit kleineren Kindern, die haben noch weniger als sonst. Trotzdem muss dazwischen auch mal Zeit sein, ein Buch aufzuklappen (oder diesen langen Beitrag zu lesen ;-)). Aber welches? Normalerweile empfehle ich ja zu Zeiten von Krankheiten den Zauberberg von Thomas Mann. Aber viele hustende Menschen, das will ja zur Zeit besser keiner lesen…

Auf dem obigen Bild finden sich drei der vier Bücher, die ich seit Weihnachten gelesen habe. Warum nur drei? Weiterlesen »

Natürlich mag ich Sissi! (Kann man da noch spoilern?)

Natürlich mag ich Sissi. Und das nicht nur, weil die Filme vom Fernsehprogramm zur Weihnachts- oder Osterzeit als Standardrepertoire erwählt worden sind (wo die Präsenz der drei Filme allerdings ebenso abnimmt wie die Notwendigkeit des linearen Fernsehens überhaupt).
Natürlich habe ich die Filme somit immer wieder gesehen; von meiner Kindheit bis heute gehören sie für mich zur Weihnachtszeit. Vor ein paar Jahren bekam ich die herrlich kitschige Schneekugel (siehe Bild) von meine Mann geschenkt; im Sockel verbirgt sich ein Fach für die drei DVDs. Somit plane ich jetzt selbst, an welchen Abenden die Filme laufen – und rücksichtsvollerweise an solchen, an denen mein Mann nicht zuhause ist.

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TUUT TUUT

Bis zum Dezember 2014, zum ersten Geburtstag meines ersten Sohnes, hielt ich nicht sonderlich viel von elektronischem Kinderspielzeug. Ebenso dachte ich, ich würde immer jeden Brei selber kochen (HAHAHAHAHAHA!). Mein erster Sohn hielt nichts vom selbstgekochten Brei, so dass ich zumindest mittags auf Gläschen zurückgriff, bis die Breizeit vorbei war. Kind 2 hingegen hielt nie irgendwas von irgendwelchem Brei. Also: doch selber kochen und dabei auch noch kreativ werden. So oder so – groß werden sie alle.

Zurück zum Thema. Zu seinem ersten Geburtstag bekam er von Bekannten einen Traktor mit Anhänger, von ihm damals wie heute noch „Anna“ genannt, was nichts weiter als den Anfang von „Anhänger“ bedeutet. Dieses Ding gehört zu einer enorm umfangreichen Serie von Fahrzeugen (und mittlerweile auch noch Tieren und anderen Figuren) eines Herstellers von elektronischem Spielzeug. Anna dudelt ein paar Liedchen und hat ein paar Sprüche, blinkt ein bisschen und – oh Wohltat – schweigt nach einer Weile der Nichtbeachtung konsequent bis zum nächsten Drücken oder Bewegen (was jedoch zu Irritationen führt, wenn es im Fußraum des großelterlichen Autos vergessen wird und plötzlich in den Kurven zu singen anfängt).Weiterlesen »

Bitte kommen, großer Vogel!

Fröhliches Töten und Sterben mit WORMS II (1997)

Hach, wie war das damals schön. Zu zweit an einer klappernden Tastatur, die man niemals, niemals umdrehen und schütteln sollte, vor einem Koloss von Bildschirm und dann genussvoll herzige, kleine Würmchen töten.

Wir metzelten fröhlich mit Messer, Bomben, Pistolen, brabbelnden alten Frauen, heiligen Granaten, blökenden Schafen oder Napalm. So lange, bis jedes Würmchen seine gesamte Lebensenergie verloren hatte und sich in einen fröhlich wippenden Grabstein verwandelte. Weiterlesen »

AIRPORT (1968)

Ich habs durch. (Erst das hier lesen!)

Später wird das Buch sogar eigentlich noch recht spannend. Arthur Hailey hat eine Vorliebe für technisch-detaillierte Beschreibungen, das wirkt einerseits sehr authentisch, andererseits aber auch etwas ermüdend. Und teilweise irgendwie besserwisserisch. Wen das nicht so stört, dass er das Buch vorzeitig weglegt (mit fast 700 Seiten ist es nicht sehr schlank und wirklich spannend wird es erst ab etwa Seite 500) und wen auch die recht plumpen, zwischenmenschlichen Beziehungen (nicht unbedingt stereotyp, aber doch schon irgendwie sehr konstruiert) nicht abschrecken, der kann sich das Buch durchaus mal gönnen.Weiterlesen »