Früher war mehr Pieks

Früher war es aufregend, einen Weihnachtsbaum zu kaufen, und das nicht nur, weil ich jünger war und somit alles, was mit Weihnachten zusammenhing, spannend war. Nein, einen Weihnachtsbaum zu kaufen, das war nicht etwas, was man einfach so tat. Und es gab sie auch noch nicht an jeder Ecke.

Meistens holten wir ihn bei einer mittlerweile abgerissenen Gärtnerei. Man musste den Zeitpunkt dafür genau kalkulieren, denn zu früh, hielt der Weihnachtsbaum nicht lange genug (angeblich) und zu spät, wären sie alle weg (angeblich). Trotzdem waren wir meist mutig – und machten uns erst am 23. auf den Weg.

Der Kauf des Weihnachtsbaumes bedurfte spezieller Vorbereitungen.Weiterlesen »

PAYBACK – das Experiment. Teil 4. Das Jahr ist um!

08.11.18-08.11.19 – das Jahr Payback ist vorbei. (Wer noch mal nachlesen möchte: hier, hier und hier!)

Noch während ich meine Daten zusammenstelle, flattert praktischerweise eine Email von Payback selbst in mein Mailfach, in der ich beglückwünscht werde und in der sie mir netterweise die wichtigsten Fakten auflisten. Den angehängten Coupon setze ich direkt noch ein, somit ergibt sich nach 365 Tagen folgendes Ergebnis:Weiterlesen »

Es ist sein Weg. Auch wenn er nass ist.

Unsere Einkaufsstraße hatte früher eine einzigartige Pflasterung. Wobei natürlich Einzigartigkeit nicht unbedingt mit unbegrenzter Schönheit einhergeht. Sagen wir, es war kreativ – was ungefähr genau so nichtssagend ist.

Die Pflasterung war wirr. Also eigentlich nicht, denn sie hatte irgendein Konzept, vor jedem Haus anders zu sein, sie wechselte also ziemlich oft in ihren Musterungen und Steinarten. Das war sicherlich nicht die beste Idee für ein Straßenkonzept, aber wie das bei so vielen Sachen ist, die man schon immer kennt: man denkt nicht darüber nach.

Für uns Kinder war es toll; Weiterlesen »

Dramagras, wir sehen uns wieder!

In den Bilderbüchern meiner Jungen geht es immer wieder um Dramen. Da werden Autos aus dem Graben geholt, Leute kommen ins Krankenhaus, werden mit dem Hubschrauber vom Berg gerettet und immer wieder brennen Häuser ab. Natürlich werden alle gerettet, aber dass es trotzdem eine scheiß Situation mit blöden Konsequenzen ist, bleibt hinter diesem heroischen Augenblick verborgen.

Aber es gibt eine ganz banale Sache, die mich immer wieder fasziniert. Weiterlesen »

Das kurze Schweigen

Wenn ich mit einem oder beiden meiner Kinder unterwegs bin, rede ich auch mit ihnen. Das habe ich schon bei dem Großen gemacht, als er noch als Säugling im Kinderwagen lag. Zu Hause in der Wiege habe ich ihm dann die These meiner Doktorarbeit erklärt, denn irgendwer musste sich das ja anhören. So ist es auch heute noch, wenn ich mit meinem Kleinen unterwegs bin – ich rede mit ihm. Sicherlich redet er deswegen auch schon recht gut, einfach, um auch mal zu Wort zu kommen. Bei meinem Großen wird mir manchmal gesagt, er würde genau so viel reden wie ich, aber ob das positiv gemeint ist, bleibt mir zweifelhaft.

Es gibt aber auch Momente, wo es mir mal die Sprache verschlägt. Weiterlesen »